Nach dem brandreichen Jahr 1871 scheint es kein Zufall mehr zu sein, dass am 13.10.1872 die Freiwillige Feuerwehr Oberneukirch gegründet wurde. Ihre ersten 3 Einsätze in organisierter Form hatte sie beim Brand des herrschaftlichen Schafstalles am 7. Dez. 1872, beim Brand des Weberhauses Laubin am 30, Okt.1873 und beim Brand des Gutes von Bauer Schäfer in der Nacht vom 30. zum 31. Okt. 1873.

12.07.1873
Die neue Karrenspritze trifft ein. Bereits wenige Zeit später müssen sich die Kameraden mit dieseKarrenspritzer Spritze bei einem Einsatz in Niederputzkau bewähren und werden für ihre Einsatzbereitschaft ausgezeichnet.

1874

Die Mitglieder de Freiwilligen Feuerwehr beschließen den Bau eines Steigerturmes. Er dient zur Übung für die Kameraden.

1876

Das erste Feuerwehrgerätehaus wird hinter dem Hotel "Goldene Krone" heute "Hotel Oberland" in Holzbauweise errichtet.

1877

Die Feuerwehr von Oberneukirch erhält ihre erste Schiebeleiter.

1879
Der Feuerwehrauschuss beschließt, dass das Ausrücken in die benachbarten Gemeinden zur PFLICHT wird.

1880-1882
In diesen Jahren wird mit dem Gemeinderat um die Anschaffung neuer Geräte im Wert von 2000Klemmrolle von August Rischter Mark verhandelt. Die Staatskasse trägt 900 Mark und die Gemeindekasse den Rest, Angesichts dieses Sieges wehte die Fahne 3 Tage lang auf dem Steigerturm.

01.01.1887
Gründung der Feuerwehr Niederneukrich mit 35 aktiven Kameraden.

1891
Patentanmeldung einer so genannten Klemmrolle, die von August Richter aus Oberneukirch zum herablassen von Personen und Gegenständen erfunden wurde.

1892
Die Freiwillige Feuerwehr wurde einer Inspektion unterzogen, bei der ihr uneingeschränktes Lob ausgesprochen wurde.

Die Feuerwehr Oberneukirch feiert ihr 20-jähriges Jubiläum. Sie zählt 90 aktive und 70 passive Kameraden, 20 Kameraden wurden mit einem Diplom geehrt.

Handdruckspritze, 1900

1900
Die Freiwillige Feuerwehr von Oberneukirch erhält eine Spritze, die der Kamerad August Richter konstruiert hat.

1913
Die Feuerwehr Oberneukirch zählt ihr 109. Mitglied.

1914-1918
Laut Anwesenheitsbuch waren 85 Kameraden im I Weltkrieg. Neun von ihnen waren gefallen und drei wurden vermisst.

Feuerwehrkapelle, 1922

1922
In diesem Jahr entstanden in Oberneukirch und Niederneukirch Feuerwehr-Musik-Kapellen.

1926
Erstmals wurden 3 Sirenen ausprobiert, die jedoch den Anforderungen noch nicht genügten, um die Kameraden schneller zu alarmieren. Es folgten weitere Versuche.

1927
Am 11.09. brannte in Niederneukirch das Sägewerk Richter nieder.

die erste TS-8, 1936

1929
Die Gemeindevertreter stimmten am 07.03. dem Bau eines Feuerwehr-Depots zu. Der Kostenvoranschlag belief sich auf 65.000 Mark.

26.07.1936
Im Gasthof "Zum Hofgericht" findet eine Kommandositzung der Wehren Ober- und Niederneukirch statt, die das Ziel hatte, beide Wehren zu vereinigen. In dieser Sitzung wurden die neuen Satzungen angenommen. Man legte sich auf den Namen Freiwillige Feuerwehr Neukirch/Lausitz fest. Die Mitgliederzahl betrug nun 224.

1937
Der Neubau des Gerätehauses wurde eingeweiht. Sechs Feuerwehrkameraden mit Familie zogen in die oben liegenden Wohnungen ein und nahmen dort die Telefon und Alarmbereitschaft wahr. Im gleichen Jahr erhielt die Wehr die erste Motorspritze TS 8.

LF8 von FORD, 1938

1938
Die Feuerwehr erhielt ihr erstes Löschfahrzeug LF 8 von Ford.

1942
Die Wehr erhielt ein zweites LF 8 Mercedes.

1945
Viele Kameraden leisteten vom 13.-15.02. in Dresden nachden Luftangriffen Bergungs- und Löscharbeiten.
Auch dieser Krieg forderte wieder viele Kameraden von uns als Opfer.

1947
Zum 75- jährigen Bestehen der FF zählte die Wehr bereitsLF8 von MERCEDES wieder 60 aktive Mitglieder.

1948
Übergabe des LF 8 Mercedes.

1950
Zu dieser Zeit kam ein zweites Löschfahrzeug dazu. (LF 15) Bei diesen beiden Fahrzeugen handelte es sich um keine neuen Fahrzeuge.

1951
Um noch mehr Kameraden zur Mitarbeit zu bewegen, wurde eine Jugend-Löschgruppe gebildet.Gründung einer Laihenspielgruppe
Arno Lindner gründete eine Lainespielgruppe, die bei ihren Auftritten immer großen Beifall fand.
Beginn des Vorbeugenden Brandschutzes in Wohnungen und Betrieben.

16.08.1952
Bei einer Schauübung an der Lessingschule konnte den Gästen erstmals nach dem Krieg der gute Ausbildungsstand und technische Zustand vorgeführt werden. Ein Chor textete ein Jubiläumslied zu diesem Anlass.

1954
Am 13. Mai rückte die Wehr zu einem Scheunenbrand bei Kamerad Paul Heinke aus. Durch unermüdliche Löscharbeiten konnten umliegende Wohnungen und Stallungen gerettet werden. Ein durch Funkenflug verursachter Entstehungsbrand in der Kofferfabrik wurde rechtzeitig gelöscht. Die alarmierte Berufsfeuerwehr von Dresden brauchte nicht mehr einzugreifen.

1956
Die Feuerwehr rückte zum Brand einer Scheune der Kirche aus.

1958
Die Kameraden der FF Neukirch waren in den Gemeinden Schmölln und Putzkau zuLF15 H3A Hochwassereinsätzen ausgerückt.
An der Post im Oberdorf fand mit den Gemeinden Putzkau und Ringenhain eine groß angelegte Katastrophenübung statt.
In diesem Jahr ging für viele ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung. Als erstes neues Löschfahrzeug im Landkreis Bischofswerda konnte ein LF 15 H3A in Luckenwalde abgeholt werden. Die mitgereisten Kameraden opferten dafür einen Tag Urlaub und bezahlten die Hinfahrt aus eigener Tasche.

27.04.1962
An diesem Tage wurde die FFW Neukirch zu einem nicht alltäglichen Einsatz gerufen. Am Valtenberg stürzte ein Jagdflieger vom Typ MIG 17 ab. Es folgten Such- und Bergungsarbeiten an der Unglücksstelle.
Tage später fuhren die Kameraden zu einem Scheunenbrand in Putzkau; ausgelöst durch Kinder die zündelten.

30.12.1964
Die Wehr rückte zu einem Brand im Erntemaschinenbau Fortschritt aus und löschte das Feuer mit der Hilfe von Nachbarwehren.

20.09.1968
An diesem Tag wurde die Frauengruppe gegründet. Vorerst entschieden sich sieben Frauen, Mitglieder der FFW zu werden. Sie arbeiteten vorwiegend im vorbeugenden Brandschutz.

1970
Kamerad Kurt Wolf bat nach 15- jährigem Wirken als Wirkungsbereichsleiter altersbedingt, ihn von dieser Funktion zu entbinden.

1972
In diesem Jahr fand in Verbindung mit der 750- Jahr- Feier des Ortes das hundertjährige Bestehen der Wehr statt.

1975
Die stürmische Entwicklung der Feuerwehrtechnik forderte eine angemessene Unterbringung der Gerätschaften. Somit wurde das Gerätehaus mit einem Anbau versehen. Der erste Bauabschnitt konnte nach nur sieben Monaten Bauzeit eingeweiht werden. -Die Umfangreiche Bauleistung wurde in Eigenleistung erbracht.

1979
Das Jahr begann mit heftigsten Schneefällen. Straßen sind zu geweht. Die Feuerwehrangehörigen sorgten Tag und Nacht für eine möglichst ungehinderte Versorgung der Bevölkerung und der Industrie.

1980
In diesem Sommer wüteten in der Ortslage Neukirch und Umgebung zahlreiche Unwetter deren Folge Überschwemmungen waren. Im Juli galt für die gesamte Ortschaft Hochwasseralarm.

1981
Am 06.10. wurde die Wehr mit der "Verdienstmedaille im Brandschutz" ausgezeichnet.

1983
Vom 11. bis zum 13. Juli nahmen die Kameraden an der Brandbekämpfung der Waldbrände in Uhyst/ Spree teil. In der Zeit vom 18. bis 20. Juli leisteten die Feuerwehrangehörigen vorbildliche 600 Stunden Arbeit beim Wasserleitungsbau in Ringenhain/ Siedlung.

1985
Zum zweiten Male wurde das Gerätehaus erweitert, da neue Technik eingeführt wurde. Die Arbeiten erfolgten wiederum in Eigenleistung.

24.10.1986
An diesem Tag wurde der Freiwilligen Feuerwehr Neukirch/ L. der Ehrenname "Kurt Wolf"Ehrentafe Kurt Wolf verliehen. Zum Gedenken an den am 19.11.1984 verstorbenen Kameraden Kurt Wolf wurde an der Vorderseite der Wache eine Gedenktafel angebracht. Damit wurde das uneigennützige Engagement K. Wolfs gewürdigt. Im Zuge der Sanierung und Erweiterung des Gerätehauses 2001 wurde die Tafel im Eingangsbereich Südseite angebracht.

11.08.1989
Zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft erhielt die Wehr ein TLF 16 - W 50.

26.01.1991
Auch in der Feuerwehr finden an diesem Tag erstmals geheime Wahlen statt. Die Feuerwehrleitung und die Mitglieder des Feuerwehrauschusses werden in der Jugendherberge gewählt.

22.01.1992
In diesem Jahr erhielten die Kameraden unserer Wehr erstmals Funkmeldeempfänger (Pieper). Dadurch wurde die Einsatzbereitschaft der Wehr erheblich gesteigert.

03. - 05.07.1992

In diesem Jahr fand das 120 jährige Jubiläum statt.
Am Sonntag dem 04.07. unterzeichneten die Bürgermeister Herr KREISER (Bönnigheim) und Herr BELKE (Neukirch) die Partnerschaft zwischen Neukirch und Bönnigheim. Als bleibendes Symbol pflanzten sie im Volkspark eine Linde.

1993
Am 10.09. erfolgte die Übergabe des neuen LF 16/12, verbunden mit dem Tag der offenen Tür, bei dem uns viele Gäste besuchten.

29.04.1995
An diesem Tag fand die Übergabe des TLF 16/45 - W statt. Dieses Tanklöschfahrzeug mit einem Wasserinhalt von 4600 Litern trägt zur Einsatzbereitschaft und schnellen Brandbekämpfung im Ort und überörtlich bei.

1996Scheunenbrand, 01.01.1996
Das Jahr 1996 begann für die Kameradinnen und Kameraden am 01.01 um 2.55 Uhr. Die um 3 Uhr eintreffenden Einsatzkräfte fanden eine Scheune und deren angebauten Schuppen lichterloh in Flammen stehend vor. Das TLF begann sofort den Brand mit seinem Wasserwerfer zu bekämpfen, dennoch konnte eine Stunde später gemeldet werden, dass der Brand unter Kontrolle ist. Die Ablöscharbeiten dauerten bis 7 Uhr morgens an.

1997
Im Jahr 1997 erfolgte die Anschaffung des TSF mit Staffelbesatzung.

1998
In diesem Jahr bekam unsere Wehr über den Kat.-Schutz den Einsatzleitwagen 1, in dem hauptsächlich die Einsatzleitung ihren Platz einnimmt.

2001
Am 16.06. fand die Einweihung des rekonstruierten Gerätehauses statt.

Nächste Termine

Aug
23

23.08.2018 19:00 - 19:30

Aug
28

28.08.2018 17:00 - 19:00

Aug
30

30.08.2018 19:00 - 20:30

Sep
11

11.09.2018 17:00 - 19:00

Sep
20

20.09.2018 19:00 - 20:30